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Susanna Ridler arbeitet als Komponistin, Vokalistin und Produzentin für Film, Theater, Hörspiel sowie im Bereich der zeitgenössischen Musik.

Eine poetische Erzählweise und die Suche nach atmosphärischen Klangräumen verbinden ihre unterschiedlichen musikalischen Welten. Dabei bewegt sie sich zwischen zeitgenössischer Komposition, Elektronik, Jazz, Improvisation und Art Pop. 

Elektronische und jazzorientierte Produktionen veröffentlicht sie unter dem Projektnamen [koe:r], zeitgenössische Werke und literarische Vertonungen unter ihrem eigenen Namen.


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Nach Studien in Schauspiel in Wien sowie Musik und Gesang in Maastricht, Amsterdam und Los Angeles vertiefte Ridler ihre künstlerische Praxis kontinuierlich. Komposition, Sounddesign und Stimme bilden den Kern ihrer Arbeit. Akustische Instrumente und elektronische Klangwelten treten dabei ebenso selbstverständlich miteinander in Dialog wie notierte Komposition und experimentelle Klanggestaltung. Die Improvisation – geprägt durch ihren Jazzhintergrund – bleibt dabei eine wichtige Inspirationsquelle.

Ich strebe stets danach, mit meiner musikalischen Sprache den emotionalen Kern eines Textes, eines Films oder einer Theaterszene zu erhellen. Dafür setze ich mir keinerlei Grenzen. Jedes musikalische Mittel – von Sound und Noise bis hin zu einer substanzvollen und zugleich zugänglichen Melodie – darf seinen Platz finden, wenn es dem Inhalt dient.“
Diese Haltung prägt ihre Arbeiten für Film, Theater und Hörspiel ebenso wie ihre Vokal - und Kammermusik sowie ihre elektronischen Produktionen. 2025 komponierte sie die Filmmusik zum Dokumentarfilm „sich langsam nähern“ der Regisseurin Maria Arlamovsky.

Mit ihrem Projekt [koe:r] verband Ridler früh Jazz, Elektronik, Improvisation und Art Pop zu einer eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform. Die intensive Arbeit an Produktion, Sounddesign und Live-Performance prägte ihren weiteren kompositorischen Weg und bildete die Grundlage für spätere Arbeiten in den Bereichen zeitgenössische Musik, Literaturvertonung und Filmmusik.

„Schnurstracks ins Reich der Geniestreiche!“ schrieb das Rolling Stone Magazin über das Album „Susystems“ ihres Projekts [koe:r], einen kunstvollen Dialog zwischen akustischer und digitaler Klangästhetik, an dem unter anderem Peter Herbert und Wolfgang Puschnig mitwirkten.

Die langjährige Beschäftigung mit dem Werk des österreichischen Schriftstellers Gert Jonke eröffnete Ridler eine weitere Dimension ihres Schaffens. Sie führte zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Sprache als musikalischem und stimmlichem Ausdrucksmaterial. Daraus entstanden zahlreiche Kompositionen für Stimme, Kammerensemble und Jazzensemble sowie unter anderem die umfangreiche Literaturvertonung „Geometrie der Seele – Musikalische Hommage an Gert Jonke (1946-2009)“, die 2021 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. Das gleichnamige Trio mit Peter Herbert und Wolfgang Puschnig präsentierte das Werk seit seiner Uraufführung 2017 in zahlreichen Konzerten.

Ob ihre Kammermusik für das ensemble XXI jahrhunderts oder ihre mit einem computergenerierten „Pocket Orchestra“ realisierten Vertonungen von Texten Gert Jonkes – Tradition und Gegenwart verschmelzen in ihrem Werk zu einer eigenständigen musikalischen Sprache.

Als Vokalistin und Liveperformerin integriert sie erweiterte Vokaltechniken und elektronische Klangbearbeitung gleichermaßen. „Emotion, Ausdruck und Inhalt sind mir wesentlich.“

Seit 2024 widmet sich Ridler auf ihrem Label Electroland Records Vienna der sukzessiven Neuedition ihres bisherigen Werks. Den Auftakt bildeten erste digitale Single-Veröffentlichungen von [koe:r], gefolgt von „Chlorophyllklang“ und „Der Sprachkomponist“ als den ersten beiden digitalen Auskopplungen aus „Geometrie der Seele – Musikalische Hommage an den Dichter Gert Jonke“. Seither erscheinen ihre früheren Veröffentlichungen in überarbeiteten digitalen Editionen und machen ihr kompositorisches Schaffen erstmals dauerhaft digital zugänglich. Mit [koe:r] – Greatest Little Hits I und Greatest Little Hits II wurden 2026 die zwischen 2008 und 2012 entstandenen Eigenkompositionen des Projekts [koe:r] neu zusammengeführt. Mit „Radio Jonke“, dem dritten und letzten Teil der digitalen Edition von „Geometrie der Seele“, wird ein weiterer zentraler Werkkomplex erstmals vollständig digital zugänglich gemacht. Die editorische [koe:r]-Reihe wird mit "Covers", einer Sammlung der zwischen 2008 und 2012 entstandenen [koe:r]-Coverversionen, fortgesetzt.

2025 entstand im Auftrag des Festivals Retz die Vertonung von Helena Adlers Antiheimatroman „Fretten“, die Ridler zur Entwicklung einer neuen Klangsprache und zur Gründung des Ensembles VoCe Plus führte.


Susanna Ridlers Musik bewegt sich im Spannungsfeld von Wort, Klang und Atmosphäre – zwischen Bühne, Studio und Kinosaal.




 

 
 
 
 
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